Wir verstehen uns als Berater und Moderatoren zum Risikomanagement bei Großprojekten mit Integrierter Projektabwicklung (IPA).
Hintergrund:
Öffentliche und private Auftraggeber entwickeln gemeinsam mit bauausführenden Unternehmen und Planungsgesellschaften zunehmend neue partnerschaftliche Vertragsmodelle. Das Ziel: effiziente Bauausführung in Großprojekten.
Wesentliches Vorbild ist dabei das Modell der Integrierten Projektabwicklung (IPA), bei der Auftraggeber und Auftragnehmer als „Projektallianz“ gemeinsam ein Bauprojekt durchführen. Projektbeteilige werden frühzeitig integriert, gemeinsame Organisationsstrukturen geschaffen und die wirtschaftlichen Interessen der einzelnen Beteiligten auf das gemeinsame Projektziel hin ausgerichtet und vereinheitlicht. Das Modell einer Integrierten Projektabwicklung setzt dabei konsequent auf kollaborative Ansätze und versucht widerstreitende Interessen im Bauprojekt zu vermeiden.
IPA und Versicherungen:
Die IPA oder daran angelehnte Vertragsmodelle verschieben bewusst die Interessenlage der Vertragsparteien eines Großbauprojekts weg von den Einzelinteressen hin zur Projektallianz. Das Risikomanagement darf hier keinen Bruch des gemeinsamen Ansatzes darstellen, sondern sollte ebenfalls auf das gemeinsame Projektziel einzahlen. Das gemeinsame Tragen von Projektrisiken durch alle Projektbeteiligten verstehen wir als einen der Kernbausteine des kollaborativen Ansatzes der Modelle. Es ist notwendig, um gegenläufige Interessenlagen von Projektbeteiligten zu verhindern. Die Auslagerung von Teilen der Projektrisiken auf Versicherungsunternehmen kann hier einen nicht zu unterschätzenden Beitrag leisten.
Bekannte Versicherungskonzepte helfen einer Integrierten Projektabwicklung nicht. So bedarf es z.B. im Hinblick auf etwaige Haftungsausschlüsse im Vertrag sachgerechter Anpassungen der konkreten Versicherungsverträge, um diese für die typischen Regelungen der Integrierten Projektabwicklung zuzuschneiden. Insbesondere sollte aber auch das Versicherungskonzept insgesamt neu gedacht werden. Im Vergleich zu konventionellen Projekten besteht neben Auftragnehmer, Auftraggeber und Versicherer nun die Projektallianz als weitere Identität im Projekt. Sollen die Risiken aus dem Projekt im Sinne des gemeinsamen Projekterfolgs zwischen den Beteiligten verteilt werden, bedarf es eines klaren und angepassten Versicherungskonzepts, welches auf die jeweiligen spezifischen Vertragsinhalte abgestimmt ist. Die Integration ganz unterschiedlicher Ansätze in Sachen Versicherungsschutz, zum Beispiel zwischen einem Bauunternehmen und einem der Eigenversicherung zugeneigtem öffentlichen Auftraggeber, ist dabei nur eine der Herausforderungen.
Mit großem Interesse an den konkreten Vertragsmodellen sowie Erfahrung mit privaten und öffentlichen Auftraggebern beraten wir gerne bei der Konzeption des Versicherungsschutzes und des Risikomanagements in Großbauprojekten. Hierbei freuen wir uns über eine möglichst frühzeitige Einbindung in das Projekt, um das Versicherungskonzept in das Vertragswerk harmonisch integrieren zu können. Insbesondere bei Projekten nach den Grundzügen einer Integrierten Projektabwicklung erarbeiten wir dazu in Abstimmung mit Auftraggeber, Projektmanagement und beratenden Rechtsanwälten ein Versicherungskonzept und integrieren dieses in den Projektvertrag. Wir kommunizieren und verhandeln mit Projektpartnern und begleiten die Projekte so vom ersten Entwurf bis zur Abnahme als vertrauensvoller Partner.